PRISCUS-Liste: Ungeeignete Medikamente für ältere Menschen

16. August 2010

“priscus” kommt aus dem Lateinischen und bedeutet “alt, ehrwürdig”. Unter diesem Begriff entwickeln in einem Verbundprojekt Forscher in fachübergreifender Zusammenarbeit neue Therapieansätze: Es geht um Gesundheit im Alter und wie sich die vielen, gleichzeitig auftretenden Krankheiten (Multimorbidität) im höheren Alter behandeln lassen. Darüber gibt es noch zu wenige Erkenntnisse.

Gefördert wird Priscus vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), die Ruhr-Universität Bochum koordiniert alle Forschungsvorhaben.

Drei Jahre nach dem Start ihrer Forschung stellt Prof. Petra Thürmann vom Philipp Klee-Institut für klinische Pharmakologie ein erstes Ergebnis vor: Eine Liste mit 83 Wirkstoffen.

Sie sind enthalten in vielen Medikamenten gegen alterstypische Beschwerden wie hohen Blutdruck, Herzkreislauferkrankungen, Stoffwechselerkrankungen (Diabetes) oder Depressionen, eignen sich aber nicht für ältere Menschen.

Welche Folgen ein Medikamenten-Mix (Wechsel- und Nebenwirkungen) und die schiere Menge und Dosierung der Wirkstoffe für alte Menschen haben kann, davon können Mitarbeiter in Pflegediensten und -heimen berichten (oder in diesem suite101-Beitrag noch einmal lesen).

Verantwortungsvoll handeln im Interesse der Pflegekunden

Wer überprüfen möchte, ob die Medikamente seiner Pflegekunden in die Kategorie “inadäquater Medikation für ältere Menschen” gehören und vor allem, welche Therapie-Alternativen möglich sind, der kann sich die Liste hier herunterladen:

PRISCUS-Liste

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Im Sinne und Interesse seiner Kunden zu handeln, darf nicht nur als Satz im Pflegeleitbild stehen, sondern sollte gelebte Überzeugung sein. Dafür braucht es manchmal Mut, auf jeden Fall aber stichhaltige Argumente im Dialog mit den Betroffenen, ihren Angehörigen und den Ärzten.

Indem die Mitarbeiter eines Pflegeunternehmens auf mögliche Medikationsreduzierung oder -alternativen hinweisen, verkörpern sie eine Grundhaltung, die Corporate Identity, besonders überzeugend und mehren damit seinen guten Ruf: Kundenvertrauen gewinnen durch verantwortungsvolles Handeln.

Nachtrag 19.08.2010 :
Weil die Betreiber der PRISCUS-Webseite die URL-Adresse des PDF-Dokuments gestern geändert haben, führte die Linkverbindung zur Priscus-Liste für mehrere Stunden offensichtlich zu einer Fehlermeldung. Vielen Dank für den Hinweis!


care-comm-Marketing-Tipp 3 für ambulante Pflegedienste und Pflegeheime

6. August 2010

Jemand sucht im Internet nach einem Pflegedienst oder einem Pflegeheimplatz. Was bringt ihn dazu, nach einem Besuch auf Ihrer Seite Kontakt mit Ihrem Unternehmen aufzunehmen und nicht mit einem Mitbewerber?

Es geht in meinem dritten care-comm-Marketing-Tipp um ein wichtiges Dienstleistungsprinzip: den Kundennutzen. Was Ihr Unternehmen an Leistungen rund um Pflege und Betreuung bietet, ist für Ihre Kunden von großem Nutzen.

Die Frage ist nur: Können Sie die Besucher Ihrer Internetseite tatsächlich vom Nutzen Ihres Leistungsangebots überzeugen? Haben die Besucher Ihrer Unternehmens-Webseite das Gefühl, dass Ihre Leistungen exakt das sind, was sie brauchen? Wie man dieses Gefühl erzeugt, das erfahren Sie in meinem

care-comm-Marketing-Tipp 3

Den Kundennutzen optimal darstellen

Zum schnellen Einstieg nenne Ihnen drei Negativ-Beispiele, die ich oft auf den Internetseiten von Pflegeunternehmen finde. Sie machen schnell klar, warum hier niemand das Gefühl bekommt: Das sind die Antworten auf meine Fragen …

  1. “Wir erbringen unsere Leistungen nach SGB V und XI”
  2. “Von uns werden Sie liebevoll versorgt,  bei uns steht der Patient/Kunde/Klient im Mittelpunkt”
  3. „Möchten Sie mehr wissen, dann vereinbaren Sie einen Termin mit uns“.
 

 

Versuchen Sie mal, die Perspektive zu wechseln. Der Kunde kommt mit jeder Menge Fragen, sucht Antworten und möchte wissen: Kann mir dieser Anbieter wirklich helfen?
  • Aussage 1
    lässt Kunden verwirrt und ratlos zurück. Von welchen Leistungen ist da die Rede … ich möchte doch nur, dass mein Vater morgens Hilfe beim Waschen und Anziehen bekommt …
  • Aussage 2
    kommt einem “In unserem Restaurant können Sie von sauberen Tellern essen!” gleich und ist deshalb vollkommen nutzlos.
  • Aussage 3
    signalisiert einerseits Hilflosigkeit (wir wissen jetzt auch nicht weiter)  und wirkt andererseits  gleichzeitig aufdringlich (mehr verraten wir erst, wenn Sie vor uns sitzen … )
Stellen Sie Ihre Leistungen aber so dar, dass jedem sofort der Nutzen klar wird, dann überzeugen Sie als Pflegedienst oder Pflegeheim. Um das zu erreichen, müssen Sie die Inhalte Ihrer Internetseite entsprechend aufbereiten:
  • Finden Sie eine kundengerechte Sprache
    und holen Sie die  Besucher Ihrer Seite da ab, wo diese mit ihrem Minimalwissen über Pflege stehen. Im Journalismus spricht man in einem solchen Fall von „voraussetzungsfreiem Schreiben“. Setzen Sie also nichts voraus, vermeiden Sie Pflegevokabular und die typische, etwas hölzern wirkende Pflegesprache (viele Substantive, wenige Verben) wie sie in Pflegedokumentationen üblich ist. Erklären Sie außerdem Pflege- und Pflegeversicherungsbegriffe.
  • Machen Sie klare Aussagen
    und vermeiden Sie floskelhafte Aussagen über Pflegequalität oder Pflegeleitbild, übernehmen Sie nicht fertige Vorlagen, sondern formulieren Sie Ihre eigenen Überzeugungen.
  • Geben Sie praktische Hilfestellungen,
    indem Sie nachvollziehbare Fall- und Kostenbeispiele konstruieren und dabei klar trennen, wer was zahlen muss (Kostenträger, Privatzahler).
  • Gestalten Sie Ihre Texte onlinegerecht,
    denn mit einer ansprechenden Textstruktur kann man Leser im Internet für sich gewinnen.  Mit der falschen vergrault man sie regelrecht – ein Klick und schon sind sie weg.  Texte müssen deshalb fürs Internet speziell aufbereitet und strukturiert werden – onlinegerecht. Wie das geht, können Sie lernen.
In meinem vierstündigen Inhouse-Workshop “Schreiben fürs Internet – Texte onlinegerecht aufbereiten” mache ich Mitarbeiter in Pflegeunternehmen,  die zuständig sind für die fortlaufende Betreuung des Internetauftritts oder eines Blogs, fit und sicher im Formulieren.
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Um überzeugende Textinhalte für Ihre Internetseite zu bekommen, können Sie aber auch care-comm beauftragen: Ich bereite die Inhalte für Ihren Internetauftritt so auf, dass Besucher den Nutzen Ihrer Leistungen sofort erkennen und Vertrauen fassen.
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Copyright: Marion Seigel, care-comm

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Marketing noch weiter verbessern können: weitere care-comm-Marketing-Tipps


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