Jemand sucht im Internet nach einem Pflegedienst oder einem Pflegeheimplatz. Was bringt ihn dazu, nach einem Besuch auf Ihrer Seite Kontakt mit Ihrem Unternehmen aufzunehmen und nicht mit einem Mitbewerber?
Es geht in meinem dritten care-comm-Marketing-Tipp um ein wichtiges Dienstleistungsprinzip: den Kundennutzen. Was Ihr Unternehmen an Leistungen rund um Pflege und Betreuung bietet, ist für Ihre Kunden von großem Nutzen.
Die Frage ist nur: Können Sie die Besucher Ihrer Internetseite tatsächlich vom Nutzen Ihres Leistungsangebots überzeugen? Haben die Besucher Ihrer Unternehmens-Webseite das Gefühl, dass Ihre Leistungen exakt das sind, was sie brauchen? Wie man dieses Gefühl erzeugt, das erfahren Sie in meinem
care-comm-Marketing-Tipp 3
Den Kundennutzen optimal darstellen
Zum schnellen Einstieg nenne Ihnen drei Negativ-Beispiele, die ich oft auf den Internetseiten von Pflegeunternehmen finde. Sie machen schnell klar, warum hier niemand das Gefühl bekommt: Das sind die Antworten auf meine Fragen …
- “Wir erbringen unsere Leistungen nach SGB V und XI”
- “Von uns werden Sie liebevoll versorgt, bei uns steht der Patient/Kunde/Klient im Mittelpunkt”
- „Möchten Sie mehr wissen, dann vereinbaren Sie einen Termin mit uns“.
- Aussage 1
lässt Kunden verwirrt und ratlos zurück. Von welchen Leistungen ist da die Rede … ich möchte doch nur, dass mein Vater morgens Hilfe beim Waschen und Anziehen bekommt …
- Aussage 2
kommt einem “In unserem Restaurant können Sie von sauberen Tellern essen!” gleich und ist deshalb vollkommen nutzlos.
- Aussage 3
signalisiert einerseits Hilflosigkeit (wir wissen jetzt auch nicht weiter) und wirkt andererseits gleichzeitig aufdringlich (mehr verraten wir erst, wenn Sie vor uns sitzen … )
- Finden Sie eine kundengerechte Sprache
und holen Sie die Besucher Ihrer Seite da ab, wo diese mit ihrem Minimalwissen über Pflege stehen. Im Journalismus spricht man in einem solchen Fall von „voraussetzungsfreiem Schreiben“. Setzen Sie also nichts voraus, vermeiden Sie Pflegevokabular und die typische, etwas hölzern wirkende Pflegesprache (viele Substantive, wenige Verben) wie sie in Pflegedokumentationen üblich ist. Erklären Sie außerdem Pflege- und Pflegeversicherungsbegriffe.
- Machen Sie klare Aussagen
und vermeiden Sie floskelhafte Aussagen über Pflegequalität oder Pflegeleitbild, übernehmen Sie nicht fertige Vorlagen, sondern formulieren Sie Ihre eigenen Überzeugungen.
- Geben Sie praktische Hilfestellungen,
indem Sie nachvollziehbare Fall- und Kostenbeispiele konstruieren und dabei klar trennen, wer was zahlen muss (Kostenträger, Privatzahler).
- Gestalten Sie Ihre Texte onlinegerecht,
denn mit einer ansprechenden Textstruktur kann man Leser im Internet für sich gewinnen. Mit der falschen vergrault man sie regelrecht – ein Klick und schon sind sie weg. Texte müssen deshalb fürs Internet speziell aufbereitet und strukturiert werden – onlinegerecht. Wie das geht, können Sie lernen.
Erfahren Sie, wie Sie Ihr Marketing noch weiter verbessern können: weitere care-comm-Marketing-Tipps
