care-comm-Marketing-Tipp 4 für Pflegeunternehmen

Pflegekosten steuerlich absetzbar – wissen Ihre Pflegekunden Bescheid?

Wer seine Pflegekunden und deren Angehörige gut und umfassend zu allen Fragen rund um die Pflege und deren Finanzierung beraten möchte, der tut gut daran, sich ausreichend über die steuerlichen Aspekte zu informieren. Auf diese Weise vermitteln Sie Ihren (potenziellen), Kunden,  dass Ihr Unternehmen sich um alle Kundenbelange sorgfältig kümmert und alles Notwendige bedenkt und stets im Auge behält – besser kann man Vertrauen nicht bilden.

Wenn ein Angehörige pflegebedürftig wird, dann kommen jede Menge Kosten auf die Familie zu. Kaum jemand aber weiß, dass die finanziellen Aufwendungen für die Pflege und Betreuung nicht nur der Pflegebedürftige zum Teil steuerlich geltend machen kann. Auch die Angehörigen können von den Kosten, die sie übernehmen 20 % absetzen.

Außergewöhnliche Belastungen absetzbar

Wie auch Krankheitskosten, zählen folgende Aufwendungen zu den außergewöhnliche Belastungen (Einkommensteuererklärung, Mantelbogen, Seite 4): Kosten für Pflegedienste, Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege, Kurzzeitpflege oder niedrigschwellige Betreuungsleistungen. Ebenso Kosten für die Unterbringung in einem Pflegeheim, allerdings erst, wenn eine Pflegestufe vorliegt.

Auch  haushaltsnahe Dienstleistungen können geltend gemacht werden, soweit sie im Rahmen der Pflege- und Betreuungsleistungen erbracht werden, z.B. die Pflege, Versorgung und Betreuung von Personen, die Zubereitung von Mahlzeiten im Haushalt, die Reinigung der Wohnung, die Begleitung bei Einkäufen sowie kleinere Botengänge.

Absetzbar ist, was Kunden selbst zahlen

Es handelt sich dabei aber nur um solche Kosten, die selbst von den Angehörigen getragen werden – die Erstattungen der Pflegeversicherung zählen nicht dazu. Der Betrag, der steuerlich absetzbar ist, ist auf 20 Prozent der Pflegekosten pro Jahr begrenzt. Der Steuervorteil gilt für Gesamtkosten bis zu einer Höhe von 20.000 Euro, damit könnten maximal 4.000 Euro abgezogen werden. Eine Pflegestufe muss dafür nicht nachgewiesen werden.

Auftraggeber muss klar ersichtlich sein

Pflegekosten sind dann aber nur absetzbar, wenn ein Angehöriger die Betreuungs- und Pflegekosten zahlt und er auch als Auftraggeber der Leistungen in den an ihn gerichteten Rechnungen erkennbar ist. Die Zahlung muss zudem nachweisbar sein, also sollten die Rechnungsbeträge überwiesen werden – Barzahlungen werden nämlich nicht anerkannt.

Außerdem müssen die Pflege- und Betreuungsleistungen im Haushalt des Angehörigen oder des Pflegebedürftigen erbracht werden. Das kann auch der eigenständige und abgeschlossene Haushalt z.B. in einer Einrichtung mit betreutem Wohnen sein.

Wer eine dauerhaft hilflose Person unentgeltlich pflegt, der kann einen Pflege-Pauschal-Betrag in Höhe von 924 Euro geltend machen. Teilen sich mehrere diese Aufgabe, dann müssen sie auch den Pausch-Betrag teilen.

TIPP:

Wenn Sie bislang in Beratungsgesprächen das Thema Steuern nicht angesprochen haben, dann legen Sie doch mit der nächsten Monatsabrechnung Ihre „Steuer-Spar-Tipps“ als Infoblatt bei. Ihre Kunden werden sich freuen.

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Marketing noch weiter verbessern können: weitere care-comm-Marketing-Tipps

Copyright: Marion Seigel, care-comm

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