Informationsbedarf bei Angehörigen von Pflegebedürftigen riesig

12. Januar 2011

Rund 230.000 Ratsuchende im Internet haben im Jahr 2010 meine über 100 Beiträge gelesen, in denen ich rund um das Thema Pflege und Alter informiere. Seit Dezember 2007 schreibe ich nun für das Ressort Generation 50 plus beim Autorenportal und von Jahr zu Jahr steigt die Leserzahl kontinuierlich an.

Über so viele Leser freue ich mich natürlich – einerseits. Aber andererseits zeigt es mir auch, wie groß der Bedarf an Information sein muss. Denn Angehörige fühlen sich oft nur schlecht beraten von den Pflegeanbietern, das lese ich oft in ihren Zuschriften.

Dass aber sogar Altenpflegeschülerinnen mir schreiben, wie  froh sind, endlich einmal Texte über Pflege zu lesen, die auch verständlich sind, dass sollte Pflegelehrer, Ausbilder und Fortbilder doch nachdenklich machen, oder?

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Neue Ideen für die Altenpflege: Demenzbeschäftigung mit Filmen

18. November 2010

Ein bisschen frischen Wind kann die Altenpflege in Deutschland gut vertragen. Und dafür sorgen immer öfter verschiedene Initiativen der Nachwuchsförderung oder die jungen Altenpfleger/n/innen selbst. Solche erfrischenden Brisen können aber auch aus ganz anderen Ecken kommen.

Denn so manche zwischen 25 und 45 erleben die Pflegebedürftigkeit der Eltern oder die Demenzerkrankung der Großeltern hautnah, erkennen die Defizite und Nöte in der Betreuung, möchten helfen oder etwas verändern im Umgang mit Alzheimer und Demenz in unserer Gesellschaft. Zum Beispiel:

Stefan Krastel, der sich nach seinem „Marsch nach Berlin“ im Vorstand der „Interessenvertretung begleitender Angehöriger und Freunde e.V. wir pflegen“ engagiert. Der Friseur hat durch die Pflege seiner Mutter sein Laden aufgeben müssen, alle Ersparnisse aufgebraucht und lebt heute von Hartz IV.

Martin Bollinger, der das Projekt Laternenträger initiert hat. Die Wegbegleiter bei erkranktem Geist wie sie sich selbst nennen,  wollen tagsüber ihre demenzkranken Gäste im Alltagshaus versorgen und daraus ein Franchise-Konzept machen. Der examinierte Altenpfleger versorgte jahrelang seine pflegebedürftige Mutter

Oder Sophie Rosentreter, die Filme für demenzkranke Menschen produziert. Nach dem Tod ihrer Großmutter, die an Demenz gelitten hatte, entwickelte sie ein Beschäftigungskonzept, das auf Filmen für demenzkranke Menschen beruht. Zu den DVD-Filmen gibt es Begleitmaterial, Anleitungen und Produkte, die eine “interaktive” Beschäftigung ermöglichen (Ilses weite Welt).

Die ehemalige MTV-Moderatorin hat das Konzept mit Demenzexperten wie dem Gerontologen Dr. Jens Bruder, der Ergotherapeutin Gudrun Schaade und dem Musiktherapeuten Jan Sonntag entwickelt und in Einrichtungen getestet.

Über das interessante Projekt habe ich einen Beitrag im Autorenportal suite101 verfasst. Er wurde, weil das Thema offenbar auf besonders großes Interesse stößt, nun zusätzlich mit einer Empfehlung der Redaktion ausgezeichnet.

Zu den Filmen auf DVD gibt es Begleitmappen, die es ermöglichen, sich mit den Themen weiter zu beschäftigen. Die Anleitungen dazu sind so konzipiert, dass auch Menschen ohne Vorkenntnisse im Umgang mit demenzkranken Menschen es anwenden können. Damit eignet es sich vor allem auch für den Einsatz im ehrenamtlichen Bereich, in Betreuungsgruppen und in Tagespflegegruppen.


Sterbehilfe-Diskussion

15. Juli 2010

Nachdem der Bundesgerichtshof Ende Juni in einem Urteil dem Münchner Anwalt Wolfgang Putz und einer Angehörigen recht gegeben hat, die im Pflegeheim den Sondenschlauch ihrer im Koma liegenden Mutter abgeschnitten hatte, ist die Diskussion um Sterbehilfe wieder lauter und heftiger geworden.

Was mich daran stört, ist die Begriffsverwirrung und die dadurch entstehende Polarisierung in Verfechter und Gegner. Deshalb empfehle ich jedem, der in der Pflege arbeitet das Buch von Intensivmediziner Michael de Ridder „Wie wollen wir sterben“

Wer die Zeit dafür nicht hat, der findet das Spiegel-Interview mit dem Autoren vielleicht hilfreich?

Die meisten Menschen möchten nicht im Krankenhaus sterben. Die meisten alten Menschen kommen aber noch immer mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus und müssen dort ihre letzten Stunden verbringen …

Wissen Sie, welcher Ihrer Kunden eine Patientenverfügung hat?

Haben Sie mit Ihren Pflegekunden – und deren Angehörigen – schon einmal darüber gesprochen, was sie als Patienten wünschen, wenn sie selbst nicht mehr entscheiden können?

Haben Sie für sich selbst eine Patientenverfügung verfasst?

Welche Meinung haben Sie als Pflegeprofi zu „Sterbehilfe“ oder „Sterben zulassen“?

Und wie gehen Sie in Ihrem Pflegedienst oder in Ihrem Pflegeheim damit um?

Ihre Meinung und Ihre Erfahrungen interessieren mich sehr und ich würde mich über eine faire, interessante und offene Diskussion sehr freuen …


Kurzzeitpflege – Infos stark nachgefragt

29. Juni 2010

Die Urlaubszeit naht und immer mehr Familien machen sich Gedanken darüber, ob die betagten Eltern oder Großeltern auch alleine zurechtkommen.

Mein Beitrag über Kurzzeitpflege bei suite101 Generation 50 plus wird besonders häufig aufgerufen in diesen Tagen – spürbar mehr Menschen brauchen Informationen darüber, wer Kurzzeitpflege anbietet, wie viel sie kostet und in welchen Fällen die Pflegekasse die Kosten für diese Form der Pflege und Betreuung trägt.

Allerdings ist es wie in jedem Jahr: Viele machen sich jetzt erst auf die Suche nach einem Kurzzeitpflegeplatz für ihre pflegebedürftigen Angehörigen. Die Nachfrage in solchen Boomzeiten aber übersteigt das Angebot.


Für Pflegeunternehmen: Kompakte Infos rund um die Pflegenoten

3. Juni 2010

Angespannte Erwartung – so lässt sich die Stimmung in den Pflegeunternehmen derzeit am besten beschreiben. Es wird jederzeit die Ankündigung des MDK erwartet für die anstehende Prüfung.

Je besser die Leitungen und Teams von Pflegediensten und Pflegeheimen aber vorbereitet sind, desto entspannter können sie die ganze Sache angehen.

Jeder Pflegeanbieter sollte sich außerdem klarmachen, dass die Transparenzergebnisse, die Pflegenoten also, in mehreren Verzeichnissen im Internet aufgeführt und veröffentlicht werden.

Prüfergebnisse können interessierte Pflegekunden hier finden:

  • Allgemeine Ortskrankenkasse AOK: Gesundheitsnavi
  • Bundesverband Betriebskrankenkasse BKK: Paula
  • Knappschaft, Landwirtschaftliche Sozialversicherung LSV,
    Bundesverband der Innungskrankenkassen IKK: Pflegekompass
  • Verband der Ersatzkassen VDEK: Pflegelotse

Wissen alle Ihre Mitarbeiter Bescheid? Zur schnellen Information und Übersicht gibt es allgemein verständliche Beiträge zum Thema Pflegenoten bei suite101:

Sie haben die MDK-Prüfung bereits hinter sich?
Wie man als Pflegeanbieter seine Pflegenoten vermarkten kann, das erfahren Sie außerdem im care-comm-Marketing-Tipp Nr. 1

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!


Info-Beitrag über Rollatoren

1. Juni 2010

Informationen zur Anschaffung eines Rollators habe ich für meinen aktuellen Beitrag im Ressort Generation50plus beim Autorenportal suite101 zusammengetragen.

Wussten Sie, dass es schon einen Rollator gibt, der einen Designpreis ergattert hat?

Oder wie sich die Künstlerin Edith Micansky Rollatoren für Burkaträgerinnen oder Fußballfans vorstellt?

Lesen Sie selbst:

Nachtrag: Am 4. Juni wurde der Beitrag sogar ausgezeichnet als „Tipp der Redaktion“ 🙂


Runde Zahlen für care-comm

21. April 2010

Kommt ja nicht oft vor, dass sich runde Zahlen häufen:

Deshalb freut sich diese Woche care-comm über den 100. Follower bei Twitter und 70 Twitterbeiträge, und Marion Seigel freut sich darüber, dass sie ihren 100. Beitrag beim Autorenportal suite101 veröffentlicht hat.

Allein im ersten Quartal 2010 haben bereits  62.459 Internetnutzer (o.k. keine runde Zahl) gelesen,  was sie über Pflege, Pflegeversicherung, pflegende Angehörige  oder über Gesundheit, Leben und Wohnen im Alter schreibt.