Fachartikel über Social Media für Pflegeunternehmen

11. März 2011

Immer mehr Menschen nutzen ganz selbstverständlich Facebook und andere soziale Netzwerke im Internet.

Die Zahl der älteren Menschen, die sich in diesen Netzwerken bewegen, wächst schneller als in allen anderen Altersgruppen.

Und der begehrte Pflegenachwuchs informiert sich hier zunehmend über Ausbildungswege und -angebote.

Und so müssen sich nun Pflegeanbieter mit dem Gedanken anfreunden, sich diesen beiden Zielgruppen auch auf diesem Wege zu nähern.

Zum Start sollte man sich dazu folgende Fragen stellen:

  • Bietet der Internetauftritt unserer Pflegeeinrichtung oder unseres Pflegedienstes inhaltlich die richtigen Voraussetzungen, d.h. bietet er auf die Fragen unserer Besucher die richtigen Antworten?
  • Entspricht unser Internetaufritt den technischen Anforderungen für die Einbindung von Social-Media-Anwendungen?

 

Informieren Sie sich umfassend über die Marketingpotenziale von social media – twitter, facebook, blog und Co. – im Bereich der Pflege.

Lesen Sie dazu auch meinen Fachbeitrag, der in der Zeitschrift Häusliche Pflege erschienen ist: „Pflegekunden aus dem Netz fischen“ .

Oder lassen Sie sich individuell beraten: Tel. 04101/515922.

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PRISCUS-Liste: Ungeeignete Medikamente für ältere Menschen

16. August 2010

„priscus“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „alt, ehrwürdig“. Unter diesem Begriff entwickeln in einem Verbundprojekt Forscher in fachübergreifender Zusammenarbeit neue Therapieansätze: Es geht um Gesundheit im Alter und wie sich die vielen, gleichzeitig auftretenden Krankheiten (Multimorbidität) im höheren Alter behandeln lassen. Darüber gibt es noch zu wenige Erkenntnisse.

Gefördert wird Priscus vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), die Ruhr-Universität Bochum koordiniert alle Forschungsvorhaben.

Drei Jahre nach dem Start ihrer Forschung stellt Prof. Petra Thürmann vom Philipp Klee-Institut für klinische Pharmakologie ein erstes Ergebnis vor: Eine Liste mit 83 Wirkstoffen.

Sie sind enthalten in vielen Medikamenten gegen alterstypische Beschwerden wie hohen Blutdruck, Herzkreislauferkrankungen, Stoffwechselerkrankungen (Diabetes) oder Depressionen, eignen sich aber nicht für ältere Menschen.

Welche Folgen ein Medikamenten-Mix (Wechsel- und Nebenwirkungen) und die schiere Menge und Dosierung der Wirkstoffe für alte Menschen haben kann, davon können Mitarbeiter in Pflegediensten und -heimen berichten (oder in diesem suite101-Beitrag noch einmal lesen).

Verantwortungsvoll handeln im Interesse der Pflegekunden

Wer überprüfen möchte, ob die Medikamente seiner Pflegekunden in die Kategorie „inadäquater Medikation für ältere Menschen“ gehören und vor allem, welche Therapie-Alternativen möglich sind, der kann sich die Liste hier herunterladen:

PRISCUS-Liste

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Im Sinne und Interesse seiner Kunden zu handeln, darf nicht nur als Satz im Pflegeleitbild stehen, sondern sollte gelebte Überzeugung sein. Dafür braucht es manchmal Mut, auf jeden Fall aber stichhaltige Argumente im Dialog mit den Betroffenen, ihren Angehörigen und den Ärzten.

Indem die Mitarbeiter eines Pflegeunternehmens auf mögliche Medikationsreduzierung oder -alternativen hinweisen, verkörpern sie eine Grundhaltung, die Corporate Identity, besonders überzeugend und mehren damit seinen guten Ruf: Kundenvertrauen gewinnen durch verantwortungsvolles Handeln.

Nachtrag 19.08.2010 :
Weil die Betreiber der PRISCUS-Webseite die URL-Adresse des PDF-Dokuments gestern geändert haben, führte die Linkverbindung zur Priscus-Liste für mehrere Stunden offensichtlich zu einer Fehlermeldung. Vielen Dank für den Hinweis!